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Steffen Seibert

Staatssekretär Steffen Seibert, Jahrgang 1960, ist sowohl Sprecher der Bundesregierung als auch Chef des Presse- und Informationsamtes der Bundesregierung. Er untersteht direkt Bundeskanzlerin Angela Merkel. Der frühere Fernsehjournalist war lange Zeit Moderator bei den „heute“-Nachrichten und beim „heute journal“ im ZDF; Steffen Seibert hat Geschichte und Literaturwissenschaft in Hamburg und London studiert.

 

 

Warum nutzen Sie Twitter?

Ich finde, dass ich umgekehrt eher begründen müsste, wenn ich es als Regierungssprecher nicht nutzen würde: Meine Aufgabe ist es, über die Politik der  Bundesregierung zu informieren – wenn sich dafür neue Kanäle auftun, umso besser.   


Wie viel Zeit investieren Sie jeden Tag in Twitter?

Im Durchschnitt zwischen 10 und 30 Minuten.

 

Schreiben Sie selbst oder lesen Sie nur?

Ich schreibe fast alles selbst und lese zwischendurch immer mal wieder.


Wie binden Sie Twitter in Ihren Arbeitsalltag ein?

Es ist inzwischen ein selbstverständlicher Teil meines Arbeitsalltags – ich twittere, wenn mal 5 Minuten Zeit zwischen zwei Terminen sind oder wenn ich im Auto unterwegs bin (als Beifahrer natürlich), manchmal auch während die Bundeskanzlerin eine Rede hält.

 

Setzen Sie Twitter auch mobil ein oder schreiben Sie nur am Rechner?

Ich twittere ausschließlich vom iPad.


Haben Sie sich für die Nutzung klare Zeitvorgaben gesetzt?

Nein. Die Gefahr, dass ich mich zeitlich darin verliere, besteht bei meinem Terminkalender eher nicht.

 

Wonach entscheiden Sie, welchen anderen Twitterern Sie folgen?

Da gibt es ein paar Muss-Accounts (Elysee, Weißes Haus, No 10 Downing Street oder Kreml) und viele, die mich aus den unterschiedlichsten Gründen interessieren, einige wenige sind fürs Amüsement. Wenn jemand so viel twittert, dass es mir die ganze Timeline verstopft, bin ich eher abgeschreckt.

 

Wie hat Twitter Ihnen schon einmal bei Ihrer Arbeit geholfen?

Täglich, sonst wäre es ja sinnlos.  Es gibt beispielsweise immer wieder Geschichten, Meinungen, Aktionen, von denen ich über Twitter Tage früher als auf anderen medialen Wegen erfahre. Außerdem lerne ich nicht selten von dem, was Follower mir schreiben. Es gibt grobe Klötze darunter, die einfach draufdreschen, aber viele haben auch ein sehr feines Gefühl für Worte und Politik. Wenn die kritisieren, beschäftigt mich das. Und manchmal ist es einfach angenehm zu erfahren, dass es auch auf Twitter ein paar Menschen gibt, die so ähnlich ticken wie man selbst.     


Was unterscheidet in Ihren Augen Twitter und Facebook?

Ich nutze Facebook nicht, kann also keinen Vergleich aus eigener Erfahrung ziehen.

 

Die Fragen an Steffen Seibert stellte Bülend Ürük.