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Ingrid Brodnig

Ingrid Brodnig, Jahrgang 1984, ist Redakteurin der Wiener Wochenzeitung Falter und auf Netzpolitik spezialisiert. Ihr Blog findet sich auf brodnig.org.

 

Warum nutzen Sie Twitter?

Twitter zeigt, welche Themen gerade im Gespräch sind, was die Menschen gerade besonders beschäftigt. Das hilft mir als Journalistin bei der Arbeit. Außerdem ist Twitter ein guter Kanal, um auf spannende Texte hingewiesen zu werden, und seine eigenen Geschichten zur Schau zu stellen.

 

Wie viel Zeit investieren Sie jeden Tag in Twitter?

Ich habe absolut keine Ahnung. Meist verwende ich Twitter am Handy, schaue darauf, wenn ich gerade ein bisschen Zeit habe, etwa auf die U-Bahn warte. Da verliert man leicht den Überblick, wieviel Zeit man mit Twitter verbringt. Es ist eben ein richtiger Zeit-Killer.

 

Schreiben Sie selbst oder lesen Sie nur?

Beides. Mir wäre Twitter viel zu langweilig, würde ich nicht selbst auch mitreden.

 

Wie binden Sie Twitter in Ihren Arbeitsalltag ein?

Wenn ich morgens in die Redaktion komme, hole ich mir einen Kaffee und schaue, was auf Twitter läuft. An besonders stressigen Tagen oder zu Redaktionsschluss komme ich aber gar nicht dazu. Da geht die aktuelle Recherche vor.

 

Setzen Sie Twitter auch mobil ein oder schreiben Sie nur am Rechner in der Redaktion?

Beides, erst mit einem Smartphone ist Twitter wirklich sinnvoll. Damit kann man die aktuellen Diskussionen viel besser verfolgen und gleich auf Replies antworten. Es wäre überaus unpraktisch, müsste ich dafür immer am Rechner sitzen.

 

Haben Sie sich für die Nutzung klare Zeitvorgaben gesetzt?

Nein, aber ich versuche oft, Abende und das Wochenende twitterfrei zu halten. Da schalte ich ganz bewusst ab.

 

Wonach entscheiden Sie, welchen anderen Twitterern Sie folgen?

Ich sehe mir die letzten fünf Tweets einer Person an und überlege mir, ob mich einer davon interessiert. Nur dann folge ich der Person.

 

Wie hat Twitter Ihnen schon einmal bei Ihrer Arbeit geholfen?

Natürlich, es eignet sich etwa gut dafür, Stimmungen einzufangen. Ich frage meine Follower gerne, was sie an einem Thema besonders interessiert und baue das in meiner Recherche ein.

 

Was unterscheidet in Ihren Augen Twitter und Facebook?

Im deutschsprachigen Raum ist Twitter ein Medium für Profis und für besonders interessierte User. Es wird von vielen Menschen aus der Politik- und Medienbranche genutzt, jedoch nicht von der breiten Masse. Facebook bildet den Mainstream ab und dient viel mehr zur privaten Vernetzung. Facebook ist Pro 7, Twitter ist Arte.

 

Was war der beste Tipp, den Sie über Twitter erhalten haben?

Gute Frage, einige Recherche-Ideen kamen schon über Twitter. Außerdem lernte ich über Twitter ein großartiges italienisches Lokal in Wien kennen – ein echter Geheimtipp.

 

Die Fragen an Ingrid Brodnig stellte Bülend Ürük

Foto Ingrid Brodnig: Heribert Corn.