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Daniel Drepper

Daniel Drepper arbeitet als freier Reporter vor allem für das Recherche-Ressort der WAZ-Mediengruppe, für den Deutschlandfunk und den WDR. Für seine Arbeit hat der 27-Jährige diverse Recherchestipendien bekommen und wurde im vergangenen Jahr vom "medium magazin" als "Newcomer des Jahres" ausgezeichnet sowie unter die "Top 30 bis 30" gewählt.

 

Warum nutzen Sie Twitter?

Warum nicht? Twitter ist Nachrichtenquelle, Kommunikation und Selbstvermarktung in einem. Das schnellste und vielfältigste Medium der Welt.

 

Wie viel Zeit investieren Sie jeden Tag in Twitter?

Ich investiere nicht bewusst Zeit in Twitter, das läuft nebenher. Ich informiere mich dort, wie ich es auch auf Zeit-Online oder bei der New York Times machen würde. Ich lese häufig Texte, die ich über Twitter empfohlen bekomme. Das ist aber keine Investition in Twitter, sondern in die Texte der jeweiligen Journalisten.

 

Schreiben Sie selbst oder lesen Sie nur?

Ich schreibe selbst. So kann ich direkt mit meinen Lesern, mit anderen Journalisten, mit potentiellen Quellen kommunizieren.

 

Wie binden Sie Twitter in Ihren Arbeitsalltag ein?

Nicht bewusst. Immer wenn ich Lust habe, schaue ich rein. Ich halte kleine Pausen ohnehin für unterschätzt. Twitter kann eine solche kleine Pause sein.

 

Setzen Sie Twitter auch mobil ein oder schreiben Sie nur am Rechner in der Redaktion?

Ich schreibe häufiger mobil als am Rechner.

 

Haben Sie sich für die Nutzung klare Zeitvorgaben gesetzt?

Nein. Ich achte darauf, dass ich meine Arbeit fertig bekomme, meine Recherchen nicht zu kurz kommen. Aber sonst? Ob ich meine Zeit mit dem Lesen bei Twitter verbringe oder mit dem Stöbern in der Tageszeitung, ist doch egal. Im Zweifel finde ich bei Twitter die besseren Informationen.

 

Wonach entscheiden Sie, welchen anderen Twitterern Sie folgen?

Wer mich interessiert, dem folge ich. Bei mir sind das viele Twitterer aus dem amerikanischen Raum, viele Accounts zum Thema investigative Recherche, zum Datenjournalismus, zur Informationsfreiheit, zu Medien- oder zu Sportthemen.

 

Wie hat Twitter Ihnen schon einmal bei Ihrer Arbeit geholfen?

Twitter hilft mir andauernd, als Inspiration. Auch als Kontaktmöglichkeit und mit Informationen und Links zu Geschichten, die ich aktuell recherchiere. Häufig machen mich Follower auch auf Links und Geschichten direkt aufmerksam. Derzeit setze ich Twitter ganz bewusst als Instrument bei meiner Recherche zum Thema Doping im Fußball ein. Unter @fussballdoping twittere ich auf Deutsch und Englisch, um Leser für das Blog fussballdoping.de  zu generieren und das Interesse von potentiellen Quellen zu wecken. Das funktioniert immer besser.

 

Was unterscheidet in Ihren Augen Twitter und Facebook?

Auf Twitter lese ich Nachrichten, auf Facebook gucke ich Katzenvideos.

 

Was war der beste Tipp, den Sie über Twitter erhalten haben?

Ich habe auf Twitter schon viele Tipps bekommen, einen Tipp herausgreifen kann ich nicht.

 

Die Fragen an Daniel Drepper stellte Bülend Ürük.