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Annika Bunse

Annika Bunse, Jahrgang 1983, studierte Germanistik, Journalistik und Philosophie an der Uni Bamberg und Salamanca. Heute lebt sie in Berlin, promoviert mit einem Graduiertenstipendium über „Kokainliteratur der Moderne“ und ist als Online-Journalistin für Welt und Berliner Morgenpost Online tätig. Spezialisiert hat sie sich auf Multimedia- und Videoformate. Sie hat bereits mehrere Journalistenpreise gewonnen.

 

Warum nutzen Sie Twitter?

Ich bin generell eine neugierige Person – das gehört ja auch irgendwie zum Journalistenberuf dazu – und freue mich dort immer wieder neue Themen oder interessante Menschen entdecken zu können. 

 

Wie viel Zeit investieren Sie jeden Tag in Twitter?

Mindestens eine halbe Stunde. Die nehme ich mir, um morgens meine Twitter-Timeline durchzugehen. Dann weiß ich auch gleich, was mich später in der Redaktion erwartet. Neben diesem Ritual zum Wachwerden schaue ich tagsüber aber auch immer wieder rein. Ich schätze darum, dass ich täglich etwa eine Stunde auf Twitter verbringe, aber wahrscheinlich ist es, wenn ich all die mehr oder weniger kurzen Checks auf dem Smartphone "zwischendrin" dazurechne, noch viel viel mehr Zeit.

 

Schreiben Sie selbst oder lesen Sie nur?

Beides. Obwohl ich generell mehr lese, als selbst zu schreiben.

 

Wie binden Sie Twitter in Ihren Arbeitsalltag ein?

Twitter ist im Journalismus unumgänglich. Sei es, um sich schnell zu informieren, eine gezielte Frage zu Recherchezwecken an die Follower zu stellen oder aber einfach, um sich einen ersten Überblick der Meinungspluralität zu einem Thema zu verschaffen. Twitter ist in meinem Arbeitsalltag als Onlinerin mittlerweile omnipräsent und das ist auch gut so.

 

Setzen Sie Twitter auch mobil ein oder schreiben Sie nur am Rechner in der Redaktion?

Fast nur mobil.

 

Haben Sie sich für die Nutzung klare Zeitvorgaben gesetzt?

Morgens gehört die halbe Stunde Twitter-Timeline-Check für mich einfach zum Kaffee dazu. Das wäre aber die einzige Zeitvorgabe, die ich habe. Ansonsten schaue ich nach Belieben rein – also ziemlich oft. 

 

Wonach entscheiden Sie, welchen anderen Twitterern Sie folgen?

Da ich selbst ein breites Spektrum an Interessen habe, folge ich Experten aus allen Bereichen - sei es anderen spezialisierten Journalisten, Wissenschaftlern, Technik- und Datennerds, Literaten, Autoren, aber auch einfach Menschen, die tolle Pointen, innovativen Ideen haben oder generell diskussionsfreudig sind. Ich schaue mir dafür immer die letzten Tweets der Person an und entscheide dann. Diesen Twitterern bleibe ich nach diesem ersten Check auch meist treu. Man darf sich da bei mir auch  schon mal ein paar Fail-Tweets erlauben - wenn ich mir so meine ersten Gehversuche auf Twitter anschaue, war das nicht unähnlich. Man lernt aber mit jedem Tweet dazu.

 

Wie hat Twitter Ihnen schon einmal bei Ihrer Arbeit geholfen?

Bislang habe ich einmal meine Recherche auf Twitter fortgesetzt, weil ich in relativ kurzer Zeit Protagonisten und Locations für eine Video-Serie gesucht habe. Es war ein erster Test. Und: Ein paar Retweets später bekam ich tatsächlich zwei Direktnachrichten, von denen mir auch eine wirklich weiter geholfen hat. Wenn ich wieder ein entsprechendes Projekt oder ein anderes Problem haben sollte, würde ich wieder eine offene Frage in dieser Art an meine Follower stellen. Die kennen sich alle bestens aus.

 

Was war der beste Tipp, den Sie über Twitter erhalten haben?

Das war wohl der Tweet von einem anderen Journalisten, der darin auf einen neuen Journalistenpreis hinwies, den ich sonst vielleicht nicht wahrgenommen hätte. Ich habe den dann tatsächlich gewonnen. Auch irgendwie dank Twitter.

 

Die Fragen an Annika Bunse stellte Bülend Ürük.

Foto Annika Bunse: Viola Glaubitz.