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Alice Kohli

Alice Kohli, Jahrgang 1981, arbeitet seit dem 1. Oktober 2010 als Redakteurin in der Nachrichtenredaktion Online bei der Tageszeitung "Neue Zürcher Zeitung". Sie hat Physik in Zürich studiert, später an der Hamburg Media School und am MAZ in Luzern Journalismus. Erste redaktionelle Erfahrungen sammelte sie beim Magazin "forecast", beim "Hamburger Abendblatt" und bei "Spiegel Online".

 

 

Warum nutzen Sie Twitter?

Der Kurznachrichtendienst Twitter hat sich als sekundäre Informationsquelle für hyperlokale Nachrichten etabliert. Eskortiert beispielsweise ein Armeejet über dem Hönggerberg in Zürich ein Passagierflugzeug, lässt sich innert Sekunden via Twitter herausfinden, dass es sich nicht um eine Flugzeugentführung handelt, sondern um einen Jungfernflug. Ich nutze Twitter auch als Inspirationsquelle: Immer wieder posten Kollegen und Kolleginnen Links zu anregenden Artikeln.

 

Wie viel Zeit investieren Sie jeden Tag in Twitter?

An manchen Tagen komme ich gar nicht dazu, mich bei Twitter einzuloggen, an anderen Tagen kann es sein, dass ich mir etwa eine halbe Stunde lang Tweets ansehe und selber twittere. Wenn ich Twitter explizit zur Recherche nutze, bin ich einige Stunden auf der Website beschäftigt.

 

Schreiben Sie selbst oder lesen Sie nur?

Ich verfasse in unregelmässigen Zeitabständen auch eigene Tweets.

 

Wie binden Sie Twitter in Ihren Arbeitsalltag ein?

Ich nutze Twitter gelegentlich für lokale Nachrichten, seltener für globale Nachrichten. Dabei achte ich allerdings hauptsächlich auf die Tweets bekannter Medienhäuser. 

 

Setzen Sie Twitter auch mobil ein oder schreiben Sie nur am Rechner in der Redaktion?

Ich setze Twitter sowohl mobil als auch am Rechner ein.

 

Haben Sie sich für die Nutzung klare Zeitvorgaben gesetzt?

Nein.

 

Wonach entscheiden Sie, welchen anderen Twitterern Sie folgen?

Meist schaue ich mir kurz die Timeline an. Stehen darauf hauptsächlich Belanglosigkeiten, folge ich dem Twitterer nicht. 

 

Wie hat Twitter Ihnen schon einmal bei Ihrer Arbeit geholfen?

Manchmal entsteht aus Tweets eine eigene Online-Geschichte. So beispielsweise bei den Protesten in Russland, wo ich die Tweets des Oppositionellen Alexei Nawalny genutzt habe, um die Geschichte seiner Verhaftung nachzuerzählen. Oft ergibt sich auch die Gelegenheit anhand von Tweets ein Stimmungsbild oder eine Presseschau anzureichern.

 

Was unterscheidet in Ihren Augen Twitter und Facebook?

Facebook nutze ich privat, Twitter beruflich.

 

Was war der beste Tipp, den Sie über Twitter erhalten haben?

Das lässt sich nicht so einfach sagen. Ich freue mich immer, wenn ich via Twitter an einen interessanten Artikel gerate, an eine überraschende Idee oder an einen lustigen Youtube-Film.

 

Die Fragen an Alice Kohli stellte Bülend Ürük.