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Gehackte Twitterkonten: Wie Sie sich schützen können

Das jüngste und wohl prominenteste Beispiel zeigt einmal mehr, wie gefährlich diese Hackerangriffe sein können. Der Leitindex S&P 500 verlor nach dem Hackerangriff innerhalb von drei Minuten vorübergehend 136,5 Milliarden Dollar an Wert, meldete die Nachrichtenagentur Reuters.

Bei diesem Angriff handelt es sich mitnichten um einen Einzelfall: Neben der Nachrichtenagentur AFP und dem US-Fernsehsender CBS war auch das Konto des amerikanischen Nachrichtensenders FOX News Opfer eines Hackerangriffs auf Twitter. Ferner waren die Konten von Al Jazeera English und der BBC bereits im Visier von Hackern – da fragt man sich, wie sicher so ein Twitterkonto denn tatsächlich ist.

Vorsicht bei Phishing-Emails

Im Fall der Associated Press haben die Hacker mittels einer "Phishing-Attacke auf das Firmennetzwerk der AP" Zugang zum Twitteraccount erlangt, wie es in einer anschließend veröffentlichten AP-Mitteilung hieß. Phishing bezeichnet den Versuch, die Zugangsdaten eines Internetnutzers mittels gefälschter Webseiten oder Emails herauszubekommen – um anschließend den Account des Nutzers zu kapern. Die geschickt getarnten Seiten und Links der Betrüger sehen dementsprechend aufwendig und sehr professionell aus.

Da man bei Twitter zum Einloggen lediglich das Passwort braucht, ist ein entsprechender Hackangriff vergleichsweise einfach. Schon in der Vergangenheit wurde dieser Sicherheitsmangel beim Einloggen der Twitteraccounts immer wieder kritisiert. Twitter selbst hat schnell auf den jüngsten Hackerangriff reagiert und eine zuvor mehrfach geforderte Zwei-Schritte-Authentifizierung angekündigt. Diese soll Hackern den unbefugten Zugang zu den Accounts erschweren. Das neue Anmeldeverfahren sieht vor, dass sich die Nutzer bei Twitter nach der Eingabe des Passworts zusätzlich mit einem Bestätigungscode einloggen müssen, den sie zum Beispiel per SMS auf ihr zuvor registriertes Smartphone erhalten haben. Apple, Google und Microsoft bieten schon seit einiger Zeit den Zwei-Schritte-Login an.

Stets starke Passwörter verwenden

Doch im Falle einer großen Cyber-Attacke nutzen die Sicherheitsvorkehrungen der einzelnen Nutzer nur wenig. So wurde erst im vergangenen Februar Twitter selbst Opfer eines Hackerangriffs. Die Hacker erbeuteten die Emailadressen von etwa 250.000 Nutzern. Möglicherweise seien auch Passwörter und weitere Informationen unter den gestohlenen Daten. Als Twitter die Cyber-Attacke bemerkte, änderte es sofort die Passwörter der betroffenen Nutzer. Diese wurden anschließend per Email dazu aufgefordert, ihre Passwörter erneut zu ändern.

Gerade bei der Wahl des Passworts sollten Nutzer stets auf ein starkes Passwort achten. Das heißt große und kleine Buchstaben ergänzt mit Zahlen und Sonderzeichen. Am besten sollte jeder Dienst mit einem eigenen Passwort geschützt werden, auch wenn das in der Praxis alles andere als einfach ist. Dadurch kann aber im Falle eines Hackerangriffs eine Übernahme weiterer Konten wie das von Facebook, Google Mail oder Dropbox verhindert werden.

Daniel Höly